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Stanser Musiktage 2026: Jul Dillier

Konzert

«Aanä». Jazz

Im Trio vertont der Obwaldner Jazzpianist Jul Dillier Mundartgedichte. Geschrieben hat sie sein Onkel Julian Dillier (1922-2001).
Der gebürtige Obwaldner Jazzpianist und Klangkünstler Jul Dillier (*1990) widmet sich im neuen Projekt AANÄ den Gedichten seines gleichnamigen Onkels Julian Dillier (1922-2001), zu dem er in seiner Kindheit eine enge Beziehung hatte. Das Wort «Aanä» hat im Obwaldner Dialekt gleich drei Bedeutungen: «Aanä» steht einerseits für die Ahnen, die Vorfahren. Als Verb bedeutet es wie auch im Hochdeutschen ahnen, also vermuten, spüren. Zusätzlich bedeutet «aanä» aber auch annehmen im Sinne von akzeptieren, beherzigen, bejahen.

Den künstlerischen Spuren seines Ahnen folgend, komponierte Jul Dillier aus dessen so fein- wie tiefsinnigen Gedichten stille, intime und sehr persönliche Lieder. Lieder, die er mit Klavier, Hackbrett, Harmonium und Gesang interpretiert und denen er immer wieder auch Lieder mit eigenen Texten sowie einzelne Volkslieder – allesamt auf Schweizerdeutsch – dialogisch gegenüberstellt. Eine besondere Art der Wiederbegegnung zweier alter Freunde und Seelenverwandten.

Begleitet bei dieser Spurensuche wird Jul Dillier von der österreichischen Kontrabassistin Judith Ferstl und dem ungarischen Perkussionisten András Dés. Zu dritt erschaffen sie einen akustischen Wort-Klang-Kosmos mit viel Platz für Improvisation, geprägt von ureigenen Rhythmen, sowie vom weich-herben Klang der Obwaldner Mundart. Ein vielschichtiges Programm, das eine Brücke schlägt über Generationen und Zeitebenen hinweg.

Jul Dillier studierte Jazzklavier mit Nebenfach Perkussion an den Hochschulen Luzern, Basel und Linz. Sein reger Kontakt mit afrikanischen Musikern führten ihn zu Residencies nach Burkina Faso, Südafrika und Mosambik. Als Jazzpianist spielt er auf renommierten Festivals in ganz Europa. Als Komponist und Klangkünstler schreibt er Musik für Hörspiele, Theaterproduktionen und inszeniert ortsspezifische Klangperformances. Er sagt: «Ich mag es, mit Tönen Geschichten zu erzählen. Ich mag das Nachdenken, den Humor und die Melancholie. Und ich mag es, wenn meine Tongeschichten zu allen drei Dingen gleichermassen anregen.»

Eintrittspreis

40 CHF | 25 CHF

Veranstalter*innen

Stanser Musiktage


  • Kulturpool
  • Banner: Stanser-Musiktage, Festival 2026, 30.3.-19.4.
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Location

Kapuzinerkirche Stans