Sinn-Bilder: Bild- und Worträtsel in Emblemen
Vortrag/Podium
Vortrag. Mit Dieter Bitterli
Die Emblematik oder Sinnbildkunst entstand im 16. Jahrhundert in Italien im Kreis der Humanisten. Rasch entwickelte sie sich zu einer eigenständigen Gattung, einer spielerischen Mischform zwischen Kunst und Literatur, die ganz Europa wie eine Mode erfasste und im Barock ihre Blütezeit erlebte. Als gelehrte Bild- und Worträtsel wurden Embleme zunächst in Buchform gedruckt und dienten dazu, moralische, religiöse und philosophische Inhalte zu vermitteln. Neben der Buchemblematik gab es eine ebenso wichtige angewandte Form der Sinnbildkunst. Gemeint sind gemalte Embleme als Teil von Dekorationen und Bildprogrammen in profanen und sakralen Räumen – als Malerei an Wänden, Decken und Möbeln, als Stuckaturen und Glasgemälde oder auf Ofenkacheln.
Der Vortrag stellt beide Spielarten vor und führt von den Anfängen der Emblematik zu ausgewählten Beispielen angewandter Sinnbildkunst in der Innerschweiz, wo im 17. Jahrhundert Künstler und Kunsthandwerker die beliebte Kunstform aufgriffen. Ihr emblematischer Schmuck hat sich vielerorts in der Region erhalten: in Luzern, Blatten, Beromünster, Ettiswil und Willisau, in Stans, Grafenort und Engelberg, in Muri oder Einsiedeln. Sie alle überragt jedoch die 1654 bemalte Holzdecke der Wallfahrtskirche in Hergiswald ob Kriens – der berühmte Hergiswalder Bilderhimmel mit seinen über 300 Emblemtafeln. Der Vortrag dient als Einführung zur Exkursion nach Hergiswald vom 5. September, kann aber auch unabhängig davon besucht werden.
Dieter Bitterli ist Privatdozent für Englische Philologie an der Universität Zürich. Die englische und lateinische Literatur des Mittelalters sowie die Emblematik zählen zu den Schwerpunkten seiner Forschung, Lehre und Publikationen.
Die Emblematik oder Sinnbildkunst entstand im 16. Jahrhundert in Italien im Kreis der Humanisten. Rasch entwickelte sie sich zu einer eigenständigen Gattung, einer spielerischen Mischform zwischen Kunst und Literatur, die ganz Europa wie eine Mode erfasste und im Barock ihre Blütezeit erlebte. Als gelehrte Bild- und Worträtsel wurden Embleme zunächst in Buchform gedruckt und dienten dazu, moralische, religiöse und philosophische Inhalte zu vermitteln. Neben der Buchemblematik gab es eine ebenso wichtige angewandte Form der Sinnbildkunst. Gemeint sind gemalte Embleme als Teil von Dekorationen und Bildprogrammen in profanen und sakralen Räumen – als Malerei an Wänden, Decken und Möbeln, als Stuckaturen und Glasgemälde oder auf Ofenkacheln.
Der Vortrag stellt beide Spielarten vor und führt von den Anfängen der Emblematik zu ausgewählten Beispielen angewandter Sinnbildkunst in der Innerschweiz, wo im 17. Jahrhundert Künstler und Kunsthandwerker die beliebte Kunstform aufgriffen. Ihr emblematischer Schmuck hat sich vielerorts in der Region erhalten: in Luzern, Blatten, Beromünster, Ettiswil und Willisau, in Stans, Grafenort und Engelberg, in Muri oder Einsiedeln. Sie alle überragt jedoch die 1654 bemalte Holzdecke der Wallfahrtskirche in Hergiswald ob Kriens – der berühmte Hergiswalder Bilderhimmel mit seinen über 300 Emblemtafeln. Der Vortrag dient als Einführung zur Exkursion nach Hergiswald vom 5. September, kann aber auch unabhängig davon besucht werden.
Dieter Bitterli ist Privatdozent für Englische Philologie an der Universität Zürich. Die englische und lateinische Literatur des Mittelalters sowie die Emblematik zählen zu den Schwerpunkten seiner Forschung, Lehre und Publikationen.
Eintrittspreis
CHF 15 für Mitglieder/ CHF 35 für Nichtmitglieder
Veranstalter*innen
Seniorinnen- und Seniorenuniversität Luzern







