Schauplätze der Selbstbefreiung
Vortrag/Podium
Vortrag. Mit Dr. Pia Reinacher
Psychologische Studien, Eheszenarien, Zeitanalysen: Georges Simenons subtil-raffinierte «Non-Maigret-Romane»
Georges Simenon ist einer der meistgelesenen und meistübersetzten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Die Erfindung des Kommissars Maigret - ein Über-Ich, das für die Trennung von Gut und Böse sorgte - war ein genialer Schachzug, der ihm Millionen von Leserinnen und Lesern einbrachte. Mindestens so faszinierend aber sind seine «Non-Maigret» - Romane, die auf einem literarisch hohen Niveau Heldinnen und Helden des Alltags ins Zentrum rücken. Mit sprachlicher Delikatesse und psychologischer Feinarbeit erzählt er das Leben von Akteuren, die in Ehe, Familie und Arbeit lange unterdrückt und unglücklich waren und plötzlich aus ihrer Ohnmacht ausbrechen. «Das Testament Donadieu» und «Die Flucht des Monsieur Monde» gehören zu den Spitzenromanen, die man nur so verschlingt. Wir zeigen anhand dieser Beispiele, wie Simenon arbeitete und wie er seine Szenarien subtil mit der Zeitgeschichte, der Gesellschaft und der eigenen Biografie verknüpfte. Das Ergebnis? Selbsterlösungsszenarien, die auch sein eigenes Leben veränderten.
Pia Reinacher, Dr. phil., Literaturkritikerin u.a. bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und DeutschlandRadio, Autorin von Büchern über zeitgenössische Literatur, promovierte mit einer Arbeit über Gottfried Keller und Robert Walser an der Uni Zürich bei Peter von Matt. Mit «Grosse Bücher - Grosse Autoren» gründete sie vor acht Jahren im Zürcher Theater Stok eine eigene Gesprächsreihe mit deutschsprachigen Autorinnen und Autoren.
Psychologische Studien, Eheszenarien, Zeitanalysen: Georges Simenons subtil-raffinierte «Non-Maigret-Romane»
Georges Simenon ist einer der meistgelesenen und meistübersetzten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Die Erfindung des Kommissars Maigret - ein Über-Ich, das für die Trennung von Gut und Böse sorgte - war ein genialer Schachzug, der ihm Millionen von Leserinnen und Lesern einbrachte. Mindestens so faszinierend aber sind seine «Non-Maigret» - Romane, die auf einem literarisch hohen Niveau Heldinnen und Helden des Alltags ins Zentrum rücken. Mit sprachlicher Delikatesse und psychologischer Feinarbeit erzählt er das Leben von Akteuren, die in Ehe, Familie und Arbeit lange unterdrückt und unglücklich waren und plötzlich aus ihrer Ohnmacht ausbrechen. «Das Testament Donadieu» und «Die Flucht des Monsieur Monde» gehören zu den Spitzenromanen, die man nur so verschlingt. Wir zeigen anhand dieser Beispiele, wie Simenon arbeitete und wie er seine Szenarien subtil mit der Zeitgeschichte, der Gesellschaft und der eigenen Biografie verknüpfte. Das Ergebnis? Selbsterlösungsszenarien, die auch sein eigenes Leben veränderten.
Pia Reinacher, Dr. phil., Literaturkritikerin u.a. bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und DeutschlandRadio, Autorin von Büchern über zeitgenössische Literatur, promovierte mit einer Arbeit über Gottfried Keller und Robert Walser an der Uni Zürich bei Peter von Matt. Mit «Grosse Bücher - Grosse Autoren» gründete sie vor acht Jahren im Zürcher Theater Stok eine eigene Gesprächsreihe mit deutschsprachigen Autorinnen und Autoren.
Eintrittspreis
CHF 15 für Mitglieder/ CHF 35 für Nichtmitglieder
Veranstalter*innen
Seniorinnen- und Seniorenuniversität Luzern








