Sam Heller & Fabienne Lengweiler
Kunst
Dada-Performance. Im Rahmen der Ausstellung «Pluralisierte Perspektiven im multikontextuellen Raumgefüge»
Ausstellung Sam Heller
«Pluralisierte Perspektiven im multikontextuellen Raumgefüge» – der Titel der Ausstellung der Zuger Künstlerin Sam Heller tönt plausibel, einen ähnlichen Satz haben Sie im Kunstkontext wahrscheinlich öfter gelesen.
Dieser Titel ist jedoch eine leere Worthülse, er wurde durch eine KI generiert.
Wenn Menschen Texte verfassen, etwas sagen, dann wollen sie etwas mitteilen. Die Texte sollen Gedanken verständlich machen, Informationen vermitteln, Erwartungen ausdrücken. Sie richten sich an ein Gegenüber von dem eine Reaktion erwartet wird.
KI generierte Texte entstehen durch statistischen Durchschnitt und Wahrscheinlichkeit. KI-Texte, sogenannter AI Slop, werden massenhaft produziert, sie klingen plausibel und vertraut, sind jedoch substanzlos. Eine der vier Werkgruppen, die Sam Heller zeigt, setzt sich mit diesem sogenannten AI Slop auseinander.
AI Slop
Auch wenn die KI generierten Texte substanzlos sind, sie bleiben nicht wirkungslos. Denn sie basieren auf bestehenden Gesellschaftsstrukturen, die Inhalte sind geprängt von den Denkmustern und Philosophien der herrschenden Klassen.
Die Künstlerin lullt uns in der Ausstellung geradezu ein mit Texten und Lebensweisheiten. Wie lange stimmen wir dem ‘Inhalt’ gedankenlos zu? Wann merken wir, dass wir eigentlich nicht einverstanden sind?
AI God
Die Installation Your AI God Speaks to You inszeniert eine KI-Gottheit, deren Heilslehre von Effizienz, Optimierung, also kapitalistischen Tugenden, geprägt ist. Auf einem Betstuhl kniend empfangen Besuchende Anweisungen zur Absolution. Erlösung erfährt, wer die Regeln des Systems befolgt – dazu gehören Produktivität und ständiger Konsum sowie das sich Einfügen in ein enges Netz aus Überwachung, Datensammlung und Automatisierung.
Kann KI zu einem Übermenschen, zu einer Art Gottheit werden? Welche Mechanismen, Rituale oder Inhalte bringen uns dazu, von der Technologie Heil zu erwarten, sie über uns zu stellen? Wer sich auf die Installation Your AI God Speaks to You einlässt, kann darüber trefflich nachdenken und in ein inneres Zwiegespräch mit der KI treten.
Autorenschaft
Ideen wurden schon immer aufgenommen, kopiert und weiterentwickelt. Nun sind es Algorithem, die Originales, das im Internet breit verfügbar ist, massenhaft weiterentwickeln, entfremden, neu kombinieren. In den Werkgruppen Selfie Dismorphia in Progress sowie Wiener Melange: Kunst, KI & Kitsch setzt sich die Künstlerin mit Fragen zu Autorenschaft
und Original auseinander.
Selfie Dismorphia in Progress
Diese Arbeit thematisiert die Verzerrung der Selbstwahrnehmung durch Bildfilter und KI-generierte Porträts. Die präsentierten Selbstporträts wurden mit einem KI-Modell erstellt, das mit Fotografien von Nora Nussbaumer trainiert wurde – eine Kollaboration, die den Verlust klassischer fotografischer Aufträge reflektiert und fragt, wer Autor*in ist, wenn KI
das Bild formt.
Wiener Melange: Kunst, KI & Kitsch
Das Ausgangsmaterial sind Merchandise-Artikel österreichischer Kunstikonen. Diese werden mittels KI neu interpretiert und in analoge 2D- und 3D-Prints sowie Ölmalerei überführt. Eine subtile Institutionskritik, die nach Autorschaft und Originalität fragt – und danach, was übrig bleibt, wenn nur verarbeitet wird, wovon es Merchandise gibt.
Die Zuger Künstlerin Sam Heller zeigt in ihrer ersten Einzelausstellung bei uns Digitalprints, Videos, Installationen sowie Stickereien und Ölmalerei. Die Gemälde sind von Samuel Hegetschweiler.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich durch Sam Heller ein wenig aufs KI-Glatteis führen zu lassen.
Ausstellungsdaten
14. März – 26. April 2026
Vernissage-Wochenende
Samstag, 14. März, Galerie geöffnet 16 – 18 Uhr
Sonntag, 15. März, Galerie geöffnet 14 – 17 Uhr, um 14.30 Uhr Gespräch mit der Künstlerin:
Fabienne Lengweiler, Kunstvermittlerin, unterhält sich mit Sam Heller
Dada-Performance
Sonntag, 29. März, Galerie geöffnet 14 – 17 Uhr, 14.30 Uhr Dada-Performance mit
Fabienne Lengweiler und Sam Heller
Finissage
Sonntag, 26. April, Galerie geöffnet 14 –17 Uhr
Ausstellung Sam Heller
«Pluralisierte Perspektiven im multikontextuellen Raumgefüge» – der Titel der Ausstellung der Zuger Künstlerin Sam Heller tönt plausibel, einen ähnlichen Satz haben Sie im Kunstkontext wahrscheinlich öfter gelesen.
Dieser Titel ist jedoch eine leere Worthülse, er wurde durch eine KI generiert.
Wenn Menschen Texte verfassen, etwas sagen, dann wollen sie etwas mitteilen. Die Texte sollen Gedanken verständlich machen, Informationen vermitteln, Erwartungen ausdrücken. Sie richten sich an ein Gegenüber von dem eine Reaktion erwartet wird.
KI generierte Texte entstehen durch statistischen Durchschnitt und Wahrscheinlichkeit. KI-Texte, sogenannter AI Slop, werden massenhaft produziert, sie klingen plausibel und vertraut, sind jedoch substanzlos. Eine der vier Werkgruppen, die Sam Heller zeigt, setzt sich mit diesem sogenannten AI Slop auseinander.
AI Slop
Auch wenn die KI generierten Texte substanzlos sind, sie bleiben nicht wirkungslos. Denn sie basieren auf bestehenden Gesellschaftsstrukturen, die Inhalte sind geprängt von den Denkmustern und Philosophien der herrschenden Klassen.
Die Künstlerin lullt uns in der Ausstellung geradezu ein mit Texten und Lebensweisheiten. Wie lange stimmen wir dem ‘Inhalt’ gedankenlos zu? Wann merken wir, dass wir eigentlich nicht einverstanden sind?
AI God
Die Installation Your AI God Speaks to You inszeniert eine KI-Gottheit, deren Heilslehre von Effizienz, Optimierung, also kapitalistischen Tugenden, geprägt ist. Auf einem Betstuhl kniend empfangen Besuchende Anweisungen zur Absolution. Erlösung erfährt, wer die Regeln des Systems befolgt – dazu gehören Produktivität und ständiger Konsum sowie das sich Einfügen in ein enges Netz aus Überwachung, Datensammlung und Automatisierung.
Kann KI zu einem Übermenschen, zu einer Art Gottheit werden? Welche Mechanismen, Rituale oder Inhalte bringen uns dazu, von der Technologie Heil zu erwarten, sie über uns zu stellen? Wer sich auf die Installation Your AI God Speaks to You einlässt, kann darüber trefflich nachdenken und in ein inneres Zwiegespräch mit der KI treten.
Autorenschaft
Ideen wurden schon immer aufgenommen, kopiert und weiterentwickelt. Nun sind es Algorithem, die Originales, das im Internet breit verfügbar ist, massenhaft weiterentwickeln, entfremden, neu kombinieren. In den Werkgruppen Selfie Dismorphia in Progress sowie Wiener Melange: Kunst, KI & Kitsch setzt sich die Künstlerin mit Fragen zu Autorenschaft
und Original auseinander.
Selfie Dismorphia in Progress
Diese Arbeit thematisiert die Verzerrung der Selbstwahrnehmung durch Bildfilter und KI-generierte Porträts. Die präsentierten Selbstporträts wurden mit einem KI-Modell erstellt, das mit Fotografien von Nora Nussbaumer trainiert wurde – eine Kollaboration, die den Verlust klassischer fotografischer Aufträge reflektiert und fragt, wer Autor*in ist, wenn KI
das Bild formt.
Wiener Melange: Kunst, KI & Kitsch
Das Ausgangsmaterial sind Merchandise-Artikel österreichischer Kunstikonen. Diese werden mittels KI neu interpretiert und in analoge 2D- und 3D-Prints sowie Ölmalerei überführt. Eine subtile Institutionskritik, die nach Autorschaft und Originalität fragt – und danach, was übrig bleibt, wenn nur verarbeitet wird, wovon es Merchandise gibt.
Die Zuger Künstlerin Sam Heller zeigt in ihrer ersten Einzelausstellung bei uns Digitalprints, Videos, Installationen sowie Stickereien und Ölmalerei. Die Gemälde sind von Samuel Hegetschweiler.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich durch Sam Heller ein wenig aufs KI-Glatteis führen zu lassen.
Ausstellungsdaten
14. März – 26. April 2026
Vernissage-Wochenende
Samstag, 14. März, Galerie geöffnet 16 – 18 Uhr
Sonntag, 15. März, Galerie geöffnet 14 – 17 Uhr, um 14.30 Uhr Gespräch mit der Künstlerin:
Fabienne Lengweiler, Kunstvermittlerin, unterhält sich mit Sam Heller
Dada-Performance
Sonntag, 29. März, Galerie geöffnet 14 – 17 Uhr, 14.30 Uhr Dada-Performance mit
Fabienne Lengweiler und Sam Heller
Finissage
Sonntag, 26. April, Galerie geöffnet 14 –17 Uhr


