Rainer Maria Rilke und die Bildende Kunst
Vortrag/Podium
Vortrag. Mit Kristina Piwecki, lic. phil.
Dieses Jahr jährt sich der Todestag von Rainer Maria Rilke (1875-1926) zum hundertsten Mal. Neue Interpretationen versuchen seinem lyrischen Werk gerecht zu werden. Aber Rilke war nicht nur ein unvergleichlicher Dichter, sondern auch ein grosser Kunstkenner und Kunstkritiker. Seine Zusammenarbeit mit Auguste Rodin in Paris hat ihn für die bildende Kunst sensibilisiert und seine Beziehungen zu anderen Malern und Graphikern mit tiefsinnigen Erkenntnissen bereichert. Die Kunstgeschichte verdankt ihm kluge und feinsinnige Interpretationen, die in Paris vornehmlich von den Werken Cézannes und in Worpswede vor allem von Paula Modersohn-Becker und von seiner Frau, der Bildhauerin Clara Westhoff, inspiriert wurden. Früh erkannte er das Genie von Picasso, und er warb für Franz Marc, dessen Bilder für ihn ein "Ereignis" waren. Mit Paul Klee wohnte er in enger Nachbarschaft in München und tauschte Bilder gegen Gedichte. In Wien arbeitete er zeitweise mit Kokoschka zusammen. Hodler, Segantini und Balthus fesselten in der Schweiz seine Aufmerksamkeit. Die grosse Anzahl von Bildgedichten zeigt, wie sehr Rilke ein Augenmensch war, der das "Sehenlernen" als existenziell für sich begriff.
Kristina Piwecki, lic. phil., Germanistin, Kunsthistorikerin und Redaktorin BR sowie Dozentin für Kunstgeschichte und Studienreiseleiterin.
Dieses Jahr jährt sich der Todestag von Rainer Maria Rilke (1875-1926) zum hundertsten Mal. Neue Interpretationen versuchen seinem lyrischen Werk gerecht zu werden. Aber Rilke war nicht nur ein unvergleichlicher Dichter, sondern auch ein grosser Kunstkenner und Kunstkritiker. Seine Zusammenarbeit mit Auguste Rodin in Paris hat ihn für die bildende Kunst sensibilisiert und seine Beziehungen zu anderen Malern und Graphikern mit tiefsinnigen Erkenntnissen bereichert. Die Kunstgeschichte verdankt ihm kluge und feinsinnige Interpretationen, die in Paris vornehmlich von den Werken Cézannes und in Worpswede vor allem von Paula Modersohn-Becker und von seiner Frau, der Bildhauerin Clara Westhoff, inspiriert wurden. Früh erkannte er das Genie von Picasso, und er warb für Franz Marc, dessen Bilder für ihn ein "Ereignis" waren. Mit Paul Klee wohnte er in enger Nachbarschaft in München und tauschte Bilder gegen Gedichte. In Wien arbeitete er zeitweise mit Kokoschka zusammen. Hodler, Segantini und Balthus fesselten in der Schweiz seine Aufmerksamkeit. Die grosse Anzahl von Bildgedichten zeigt, wie sehr Rilke ein Augenmensch war, der das "Sehenlernen" als existenziell für sich begriff.
Kristina Piwecki, lic. phil., Germanistin, Kunsthistorikerin und Redaktorin BR sowie Dozentin für Kunstgeschichte und Studienreiseleiterin.
Eintrittspreis
CHF 15 für Mitglieder/ CHF 35 für Nichtmitglieder
Veranstalter*innen
Seniorinnen- und Seniorenuniversität Luzern


