Johann Wolfgang von Goethe: Faust I
Vortrag/Podium
Vortrag. Mit Dr. Thomas Söder
Die Faust-Dichtung ist Goethes Summa Summarum meines Lebens, wie er in dem Brief vom 16. Februar 1788 an Carl August, Herzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, erwähnt. Die ersten Entwürfe reichen bis in den Sturm und Drang zurück. Der Ur-Faust wurde 1772-1775 geschrieben, Faust I im Jahr 1808 fertiggestellt, und Faust II erschien 1832. Seit der Renaissance ist der Fauststoff bekannt. Er fasziniert und polarisiert. Die geschichtliche Gestalt des Dr. Faust, der ein Scharlatan, Heiler und Alchimist war, soll 1540 in Staufen in Baden umgekommen sein. Ähnlich wie für Faust gibt es auch für Gretchen eine historische Vorlage: Susanna Margarethe Brandt. Goethe war von der Geschichte der Brandt so tief beeindruckt, dass die Tragödie um die Kindesmörderin Gretchen ein zentrales Motiv im Faust wurde.
Die Faust-Figur hat Generationen von Künstlern inspiriert: von Christopher Marlowe über Johann Wolfgang Goethe bis zu Thomas Mann. Was macht den Mythos aus, warum greift man immer wieder auf die Legende zurück? Mittelpunkt der Faust-Dichtung ist der Teufelspakt. Dieser besteht in einem Handel: Die Loslösung von Gott und die Anbetung des Teufels. Die Beziehung zwischen Faust und Mephisto zeigt sich in den Spannungsfeldern Euphorie und Desillusion, Lebensgläubigkeit und nüchterne Existenzanalyse.
Der Vortrag will, ausgehend von der Tragödie um Faust, besonders die göttliche Wette aus dem Prolog im Himmel wie auch die irdische zwischen Faust und Mephisto in den Fokus stellen.
Dr. phil. Thomas Söder, Studium der Germanistik und Philosophie in Münster, Wien und Freiburg/Br. Lehrtätigkeit an der Universität Bursa (Türkei) und der Pädagogischen Hochschule Freiburg/Br., Lehrer an der Kantonsschule Sursee. Veröffentlichungen u.a. zu Goethe, J.M.R. Lenz, Kafka, Musil, Cioran, Leopold von Andrian, Selma Merbaum-Eisinger, Zweig, Rosenkranz, Süskind und Nizon.
Die Faust-Dichtung ist Goethes Summa Summarum meines Lebens, wie er in dem Brief vom 16. Februar 1788 an Carl August, Herzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, erwähnt. Die ersten Entwürfe reichen bis in den Sturm und Drang zurück. Der Ur-Faust wurde 1772-1775 geschrieben, Faust I im Jahr 1808 fertiggestellt, und Faust II erschien 1832. Seit der Renaissance ist der Fauststoff bekannt. Er fasziniert und polarisiert. Die geschichtliche Gestalt des Dr. Faust, der ein Scharlatan, Heiler und Alchimist war, soll 1540 in Staufen in Baden umgekommen sein. Ähnlich wie für Faust gibt es auch für Gretchen eine historische Vorlage: Susanna Margarethe Brandt. Goethe war von der Geschichte der Brandt so tief beeindruckt, dass die Tragödie um die Kindesmörderin Gretchen ein zentrales Motiv im Faust wurde.
Die Faust-Figur hat Generationen von Künstlern inspiriert: von Christopher Marlowe über Johann Wolfgang Goethe bis zu Thomas Mann. Was macht den Mythos aus, warum greift man immer wieder auf die Legende zurück? Mittelpunkt der Faust-Dichtung ist der Teufelspakt. Dieser besteht in einem Handel: Die Loslösung von Gott und die Anbetung des Teufels. Die Beziehung zwischen Faust und Mephisto zeigt sich in den Spannungsfeldern Euphorie und Desillusion, Lebensgläubigkeit und nüchterne Existenzanalyse.
Der Vortrag will, ausgehend von der Tragödie um Faust, besonders die göttliche Wette aus dem Prolog im Himmel wie auch die irdische zwischen Faust und Mephisto in den Fokus stellen.
Dr. phil. Thomas Söder, Studium der Germanistik und Philosophie in Münster, Wien und Freiburg/Br. Lehrtätigkeit an der Universität Bursa (Türkei) und der Pädagogischen Hochschule Freiburg/Br., Lehrer an der Kantonsschule Sursee. Veröffentlichungen u.a. zu Goethe, J.M.R. Lenz, Kafka, Musil, Cioran, Leopold von Andrian, Selma Merbaum-Eisinger, Zweig, Rosenkranz, Süskind und Nizon.
Eintrittspreis
CHF 15 für Mitglieder/ CHF 35 für Nichtmitglieder
Veranstalter*innen
Seniorinnen- und Seniorenuniversität Luzern








