Ferdinand Gehr
Vortrag/Podium
Vortrag. Von Kristina Piwecki, lic. phil.
Erneuerer der sakralen Malerei
Aus einer meditativen Weltschau heraus Kunst zu schaffen und in der Kunst den Hymnus auf Gott und die Natur zu symbolisieren, war das lebendige Credo von Ferdinand Gehr (1896-1996).
Er gilt als einer der bedeutenden Schweizer Künstler, einer, der in unbeirrter Eigenständigkeit seine wunderbaren und zeitlos schönen Werke schuf. Seine poetischen Bilder sind von einer Lauterkeit des Herzens getragen, die das Wesen der Dinge in ungeschminkter Klarheit erfasste. Mit kräftigen Farben und schlichten Formen lädt er zu einem Augenfest, das in seiner vitalen Ausstrahlung bezwingend ist. Ferdinand Gehr hat lange Jahre als Textilzeichner arbeiten müssen, bevor ihn seine Berufung über die Gewerbeschule St.Gallen nach Florenz und Paris führte, wo er sich im Studium an grossen Malern orientieren konnte. Zurück in der Schweiz erhielt er zahlreiche Aufträge im sakralen Bereich, die immer wieder zu Diskussionen und zuweilen auch zu heftiger Ablehnung führten. Vor allem seine Fresken in der Kirche Oberwil bei Zug waren jahrelang sehr umstritten. Als Maler war Gehr ein Mystiker. Seine Bilder reiften aus Ideen heraus, die er lange mit sich herumtrug. Bevor er den Pinsel auf die Leinwand ansetzte, war das Bild vor seinem geistigen Auge bereits vollendet. Er mass die Zeit mit einem tief religiösen Ewigkeitsanspruch aus. Die klassische Moderne hat Gehr die Mittel zu vergeistigender Verwandlung in die Hand gegeben.
Kristina Piwecki, lic. phil., Germanistin, Kunsthistorikerin und Redaktorin BR sowie Dozentin für Kunstgeschichte und Studienreiseleiterin.
Erneuerer der sakralen Malerei
Aus einer meditativen Weltschau heraus Kunst zu schaffen und in der Kunst den Hymnus auf Gott und die Natur zu symbolisieren, war das lebendige Credo von Ferdinand Gehr (1896-1996).
Er gilt als einer der bedeutenden Schweizer Künstler, einer, der in unbeirrter Eigenständigkeit seine wunderbaren und zeitlos schönen Werke schuf. Seine poetischen Bilder sind von einer Lauterkeit des Herzens getragen, die das Wesen der Dinge in ungeschminkter Klarheit erfasste. Mit kräftigen Farben und schlichten Formen lädt er zu einem Augenfest, das in seiner vitalen Ausstrahlung bezwingend ist. Ferdinand Gehr hat lange Jahre als Textilzeichner arbeiten müssen, bevor ihn seine Berufung über die Gewerbeschule St.Gallen nach Florenz und Paris führte, wo er sich im Studium an grossen Malern orientieren konnte. Zurück in der Schweiz erhielt er zahlreiche Aufträge im sakralen Bereich, die immer wieder zu Diskussionen und zuweilen auch zu heftiger Ablehnung führten. Vor allem seine Fresken in der Kirche Oberwil bei Zug waren jahrelang sehr umstritten. Als Maler war Gehr ein Mystiker. Seine Bilder reiften aus Ideen heraus, die er lange mit sich herumtrug. Bevor er den Pinsel auf die Leinwand ansetzte, war das Bild vor seinem geistigen Auge bereits vollendet. Er mass die Zeit mit einem tief religiösen Ewigkeitsanspruch aus. Die klassische Moderne hat Gehr die Mittel zu vergeistigender Verwandlung in die Hand gegeben.
Kristina Piwecki, lic. phil., Germanistin, Kunsthistorikerin und Redaktorin BR sowie Dozentin für Kunstgeschichte und Studienreiseleiterin.
Eintrittspreis
CHF 15 für Mitglieder/ CHF 35 für Nichtmitglieder
Veranstalter*innen
Seniorinnen- und Seniorenuniversität Luzern




